Sonntag, 31. Januar 2010

Krach in Berlin

In Berlin ist Kinderlärm nun ausdrücklich erlaubt. Mit den Stimmen von SPD, Linken und Grünen verabschiedete das Berliner Abgeordnetenhaus ein entsprechendes Gesetz. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bezeichnete das Gesetz als schweren Rückschlag im Kampf gegen den Terror. Schäuble hatte die Bekämpfung der Terrorgruppe Al-Kinda unter der neuen schwarz-gelben Regierung zur Chefsache erklärt. Die Mitglieder von Al-Kinda sind bekannt für ihre grausamen Foltermethoden. Um Eltern gefügig zu machen, werden sie rund um die Uhr infernalischem Lärm ausgesetzt. Dabei wird auch Musik als Waffe eingesetzt. In seinen Lagern soll das Terrornetzwerk Erwachsene stundenlang mit Liedern von Rolf Zuckowski, Detlev Jöcker und Nena quälen. Al-Kinda wendet auch körperliche Gewalt an. Sobald Vater und Mutter eingeschlafen sind, werden sie mit Tritten und Ellenbogeneinsatz vom Schlaf abgehalten. Deutschland ist seit Jahren bemüht, den ständigen Unruheherd in den Griff zu bekommen.

Samstag, 30. Januar 2010

Verhüllungsterror

Kein Bauchnabel mehr weit und breit,
Kein Tanga nirgends, denn es schneit.
Das Arschgeweih auf Gänsehaut,
das Dekolleté von Stoff versaut.
Die Frauen ziehn die Burka an,
der Winter bricht sich Taliban.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Koch greift Arbeitsunwillige an

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hat seine umstrittenen Äußerungen zur Arbeitspflicht für Arbeitslose im Wiesbadener Landtag bekräftigt. "Unser Ziel muss sein, Arbeitsunwillige wieder in Arbeit zu bringen. Wer Geld vom Staat kassiert, muss dafür auch arbeiten", sagte Koch. Der Deutsche Beamtenbund (DBB) hält die Kritik an der deutschen Beamtenschaft für vollkommen überzogen. "Es gibt nun mal nicht genug Arbeit für jeden Staatsdiener. Dafür darf der einzelne Beamte nicht mit der Kürzung seines Soldes bestraft werden", sagte DBB-Chef Peter Heesen im Deutschlandfunk. Viele seien unverschuldet auf die falsche Laufbahn geraten: "Vor Lidl und Aldi hat man sie alkoholisiert aufgegriffen und mit der Aussicht auf eine warme Stube zum Eintritt in den Staatsdienst überredet." Der Beamtenbund will nun mit einer Imagekampagne den Ruf der Beamten verbessern: "Arbeitsscheu, aber dem Staate treu", soll der neue Werbeslogan heißen.

Montag, 25. Januar 2010

Forst und Horst

Dem deutsche Wald geht es wieder besser. Das geht aus dem neuen Waldbericht des Bundeslandwirtschaftsministerium hervor. "Wir müssen aber noch mehr tun ", erklärte Argrarministerin Ilse Aigner bei der Präsentation des Berichts in Berlin. "In den Behörden darf es nicht mehr so viel Verwaldung geben", so Aigner. Außerdem müsse deutschen Firmen das Eröffnen von Zweigstellen verboten werden. Deutsche Frauen würden zukünftig aufgefordert, größere Mengen Holz vor der Hütte zu vermeiden. CSU-Chef Seehofer und Bundespräsident Köhler fordern: Der deutsche Horst muss unter Artenschutz gestellt werden.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Üble Methoden

Vor dem Landgericht Düsseldorf wird derzeit einem Mann der Prozess gemacht, der einem Freund aus Wut die Hoden abriss und anschließend aus dem Dachfenster schmiss (die Hoden, nicht den Freund). Die Polizei hat handfeste Beweise. Die Geschlechtsteile wurden Tage später gefunden. Die Feuerwehr konnte sie im Schneefang des Daches bergen. Der Hoden konnte nicht mehr angenäht werden. Die Tat soll sich so zugetragen haben: Nach einer Kneipentour waren der Beschuldigte und sein Freund in dessen Wohnung gegangen. Im Streit um Sex soll der 46-Jährige seinen Freund schließlich an den Hodensäcken gepackt und mehrmals daran bis zum Riss gezerrt haben. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland verurteilte die Tat als "hodenlose Frechheit". Wenn das einreißt, sei in homosexuellen Partnerschaften bald "tote Hose". Das kastrierte Opfer zeigte sich im Gerichtssaal jedoch versöhnlich: "So was passiert schon mal".

Montag, 18. Januar 2010

Samstag, 16. Januar 2010

Die Flugbegleiterin

Wer sagt im Flugzeug "Rauchen, nein!",
wer bringt mir weder Bier noch Wein,
wer mag kein Sex im Fliegerdress,
es ist die doofe Sturardess.

Dienstag, 12. Januar 2010

Das A-Schlecker-Prinzip

Der ehemalige Siemens-Chef Heinrich von Pierer hat zwei Journalisten ein Management-Geheimnis verraten: Nur Wie-Fragen stellen. Warum-Fragen seien verboten, denn sie kämen beim Gegenüber als Aggression an. "Wenn Sie sich daran halten, so nach einer Dreiviertelstunde, werden auch die schwierigsten Kunden ganz normal und konstruktiv", so Pierer. Auch die Drogeriekette Schlecker wendet diese Fragetechnik neuerdings in ihren Personalgesprächen an. "Zu fragen, warum kostest Du uns so viel, verletzt doch Gefühle", sagt der Gründer der Kette, Anton Schlecker, "das geht auch netter":

* Wie, Du willst in diesem Jahr Urlaub?
* Wie der mal auf dem Klo gewesen und sich um die Arbeit gedrückt, was?
* Wie lange sollen wir Dich Renditebremse eigentlich noch beschäftigen?

Mittwoch, 6. Januar 2010

Steine rollen nicht

Die Rolling Stones gehen 2010 nicht auf Welttour. Das berichtet das britische Musikmagazin New Musical Express. Die deutsche Gesellschaft für Geriatrie bedauert die Entscheidung. "Dann kommen die Rentner in diesem Jahr ja gar nicht vor die Tür", so ein Sprecher. Für die deutschen Sanitätshäuser bedeutet die Tourabsage einen herben Rückschlag. Die Branche hatte geplant, zur nächsten Tour eine Sonderedition "Rollator Stones" auf den Markt zu bringen.

Sonntag, 3. Januar 2010

Von Brüderle und Schwestern

Angesichts der scharfen Kritik an der Steuerpolitik der Bundesregierung aus den eigenen Reihen hat Wirtschaftsminister Rainer Brüderle die Politiker von CDU und CSU nun aufgefordert, die "gleiche Melodie" zu singen. Nach Brüderles Vorstoss entbrannte umgehend Streit im Regierungslager, welches Lied man zukünftig gemeinsam singen wolle. Finanzminister Schäuble preschte mit "Wer soll das bezahlen?" vor. Vizekanzler und FDP-Chef Guido Westerwelle widersprach: "Das bisschen Haushalt, ist doch kein Problem, sagt mein Mann." Bundeskanzlerin Merkel (DDR) erklärte: "Ich kann zwar nicht singen, aber ich kenne ein paar Blockflöten, die können begleiten." Von Verteidigungsminister zu Guttenberg war bis Redaktionsschluss kein Statement zu erhalten. Gewöhnlich gutgegelte Kreise berichten, er favorisiere "Wir bomben durch bis morgen früh und singen bumsfallera".