Mittwoch, 14. April 2010

Eingebuchtet

Im Landkreis Fulda droht jugendlichen Straftätern statt Arrest und Arbeitsstunden neuerdings ein Buch. Jugendrichter dort können Übeltätern zur Strafe das Lesen eines Buches aufbrummen, wenn diese aufgrund von gesundheitlichen Problemen (anstehende Operation, Schwangerschaft) nicht in der Lage sind, Arbeitsstunden zu leisten. Die Jugendgerichtshilfe weist die jugendlichen Delinquenten nach einer Verurteilung in die Nutzung eines Buches ein. Sollte ein User keinen Zugang zum Buch finden, hilft die 24-Stunden-Hotline der Jugendgerichtshilfe beim Login. Elf Jugendliche haben bereits als Auflage des Gerichts ein Buch gelesen. Die jungen Leser zeigten sich nach der Lektüre positiv überrascht über das gute Display und die langen Akkulaufzeiten ihres Buches. Rätsel geben den Jugendrichtern derzeit die Randnotizen auf den gelesenen Buchseiten auf. Das Bundeskriminalamt ist bereits mit der Entschlüsselung von "lol", "wtf" und "omg" beauftragt.

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