Samstag, 28. Januar 2012

Pater familias (XVI) - Neues aus dem Dschungel

Wo ich hinschaue krabbeln Kleinstlebewesen um mich rum. Der Schlafplatz ist ständig verdreckt. Meine Mitbewohner brabbeln permanent unverständliches Zeug. Die Campleitung kocht ständig Reis mit irgendwas. Das Leben ist nicht einfach im Berliner Familiendschungel. Die ein oder andere Ekelprüfung hatte ich während der letzten sechs Jahre auch zu bestehen:

1. Beim Bad mit meiner noch nicht einjährigen Tochter hielt ich tapfer aus, während diese mir etwas kleines Braunes ins Badewasser setzte.

2. Später, nachdem noch zwei weitere Kinder ins Camp einzogen waren, musste ich während einer Schatzsuche mit allen drei Südberliner Teppichratten das zwei Quadratmeter große Männerklo eines Berliner Bahnhofs aufsuchen. Gemeistert, ohne bleibende Geschlechtskrankheiten!

3. Besorgt um meine kränkelnde Große nahm ich diese jüngst auf den Arm. Sie dankte es mir und kotze mir den Arm hinunter.

Ich denke, ich war insgesamt ziemlich tapfer. Nun wartet eine Till-Schweiger-Komödie auf mich. Bitte ruft nicht mehr für mich an.

"Ich bin ein Vatar, holt mich hier raus."

Mittwoch, 25. Januar 2012

ZEIT-Chefredakteur spürt Adolf Hitler in den USA auf und führt mehrtägiges Interview mit ihm

Adolf Hitler ist derzeit nicht
besonders beliebt beim Volk.
Wird die CSU ihm jemals wieder
eine Chance geben?
Ein Gericht hat der Zeitschrift "Zeitungszeugen" heute verboten, Passagen aus "Mein Kampf" zu veröffentlichen. Da das Altwerk des 1945 in Ungnade gefallenen Politikers nun nicht erscheinen darf, plant ZEIT-Chefredakteur Giovanni Di Lorenzo, ein Buch zusammen mit Hitler zu veröffentlichen.

Di Lorenzo hatte vor kurzem Gelegenheit, den betagten Ex-Diktator über längere Zeit zu interviewen. Hitler, der 1945 einen Selbstmord vorgetäuscht hatte, wanderte später in die USA aus. Dort konnte Di Lorenzo ihn aufspüren. Der Gesprächsband soll unter dem Titel "Vorerst gescheitert" in die Buchläden kommen. In einem Vorabdruck des Interviews zeigt der Ex-Diktator wahre Reue: "Heute würde ich einiges anders machen, der massive Autobahnbau und die Einführung des Muttertags waren nicht in Ordnung."
Foto: Anton Huttenlocher, Wikipedia, gemeinfrei

Freitag, 6. Januar 2012

Frischverheiratete wünschen sich, Hochzeitsgäste würden mit Vergangenheit so transparent umgehen wie Christian Wulff

Wird der schönste Tag im Leben, wenn
alle das Wulffsche Transparenz-Maß
einhalten.
Christian Wulff hat in Sachen Transparenz Maßstäbe gesetzt. Viele Paare, die dieses Jahr heiraten wollen, bewundern das Wulffsche Maß an Offenheit. Wie eine Umfrage der Zeitschrift "Hochzeiten" ergab, wünschen sich viele Verlobte, die Schwiegermütter und Gäste wären bei der Hochzeitsfeier beim Zeigen von Babyfotos und Erzählen von Jugendanekdoten ähnlich transparent wie Christian Wulff.

Wenn "jedes Detail" der Vergangenheit offenbart ist, wird sich "unsere Republik offenkundig" positiv verändern, hatte Wullf in einem Interview gesagt. Das gilt gleichermaßen auch für Hochzeiten, findet der deutsche Hochzeitsmanager Timo Krause. "Bei einem solchen Event muss nicht jeder Urlaub mit alten Freunden nochmal ins Bild gesetzt werden und jeder Pups aus Kindertagen nacherzählt werden", so Krause. "Für die Feierstimmung ist es meist gut, wenn alle sparsam mit Fakten aus vergangenen Tagen umgehen." Und sollte dann noch jeder Freund 150 Euro Übernachtungsgeld dalassen, wird es für das Hochzeitspaar mit Sicherheit ein schöner Tag.

Foto: MarcelaWikipedia, GNU-Lizenz 1.2