Sonntag, 20. Dezember 2009

Die Stadt an des Henkers Leine

Hannover, die Stadt der Messen: Expo, Cebit, Robert Enkes Todesmesse. Zahlreiche Jahresrückblicke erinnern noch einmal an das Trauerspiel rund um den ehemaligen Nationaltorhüter und Bewohner Hannovers. Doch niemand fragt nach der Bedeutung der Stadt Hannover am Tod Enkes. Waren die Depressionen, war der Selbstmord nicht zwangsläufig? In einem bundesweit einzigartigen Feldversuch hatte die Haupstadt Niedersachens seinen Bewohner jahrzehntelang den Konsum von Musik verboten und dafür einer Substitution ausgesetzt (Scorpions, Scooter). Vor Jahren schon stellten Ärzte in der Bevölkerung eine weit verbreitete Persönlichkeitsstörung fest: Der Menschen dort halten sich für eine Pferderasse. 2005 diagnostizierten Ärzte auch bei Gerhard Schröder erste Krankheitssymptome. Bei seiner Abwahl als Bundeskanzler offenbarte er vor 13 Millionen Fernsehzuschauern massive Schwierigkeiten bei der Wirklichkeitswahrnehmung.
Aktuell drohen die Krankheiten aus Hannover auch Menschen jenseits der Stadtgrenzen anzustecken. Die Bundesregierung ist fest entschlossen, das Infektionsrisiko für die übrige Bevölkerung zu begrenzen. Wilden Spekulationen trat Bundeskanzlerin Merkel jedoch entgegen: "Ääh, niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten."

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