Mittwoch, 27. Juli 2011

Thilo Sarrazin ist pleite

Sarrazin: "Das habe ich nie gesagt."
Thilo Sarrazin ist pleite. Der Ex-Bundesbanker musste heute in Berlin Privatinsolvenz anmelden. Zum Verhängnis wurde Sarrazin eine Abmachung mit seiner Ehefrau Ursula. Diese hatte vor Monaten bereits die provozierenden Äußerungen ihres Ehemannes satt ("Thilo, nicht schon wieder"). Um Ihren Mann zu mäßigen, vereinbarte sie mit ihm: "Thilo, für jeden Satz

'Das habe ich nie gesagt' und

'Haben Sie mein Buch überhaupt gelesen?'

kommen fünf Euro ins Floskelschwein." Insbesondere die Gespräche mit Berliner Türken beim neuerlichen Spaziergang durch Kreuzberg wurden für ihn schließlich zum finanziellen Desaster. Sarrazin verdiente mit seinen Buch "Deutschland schafft sich ab" Millionen. Ursula Sarrazin soll mit dem Vermögen ihres Mannes bereits Deutschland verlassen haben und in Florida am Strand liegen.
Foto: Nina Gerlach, Wikipedia, CC3.0

Montag, 25. Juli 2011

Pater familias (XI)

Meine Top 3 der Lügen, mit denen Frauen ihre Männer zu (mehr) Kindern überreden:

1. "Nach zwei Jahren sind wir ja aus dem Gröbsten raus."

2. "Guck mal, wenn wir jetzt noch ein Geschwisterchen machen, dann können unsere Kinder später schön miteinander spielen."

3. "Du bist bestimmt ein guter Vater."

Freitag, 22. Juli 2011

Bierpreis gestiegen - Merkel zieht Steuerreform vor

Der Preis für eine Maß Bier wird beim diesjährigen Oktoberfest zum ersten Mal die Neun-Euro-Grenze knacken. Die Bundesregierung will der Preissteigerung entgegenwirken und die Steuerreform vorziehen. "Schon ab kommendem September sollen die Arbeitnehmer mehr Bretto vom Nutto haben", so Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Das Nachrichtenmagazin Der Alkoholspiegel hat mit Steuerexperten der Freien Universität Berlin ausgerechnet, wie viel Maß Bier die Steuerersparnis den Bürgern wirklich bringt (siehe Tabelle unten). Das Ergebnis: Die armen Schlucker mit einem Bruttoverdienst von bis zu 500 Euro pro Monat profitieren gar nicht. Für diese Gruppe ist noch nicht einmal eine zusätzliche Pulle Karlskrone drin. 
Wer 2000 brutto verdient, kann in München immerhin 1,44 Maß mehr auf Merkels Deckel trinken. Richtig lukrativ wird es allerdings erst ab 40000 Euro monatlich. Dann reicht die Steuerersparnis für 8,78 Krüge Bier. 
Vertreter des Münchner Nobelclubs P1 zeigten sich dennoch enttäuscht: "Um die gestiegenen Kokspreise wettzumachen, muss die Steuerentlastung doch noch größer ausfallen."

Foto: Martin Ortman, Wikipedia, CC2.5

Donnerstag, 14. Juli 2011

Pater familias (X)

Wer bereitet Väter eigentlich auf das Zusammenleben mit Töchtern vor? Bücher jedenfalls nicht. Nirgends steht, wie mann einer Fünfjährigen Zöpfe flicht und wie ich meine Tochter ins Gebüsch halte, ohne nass zu werden. 
Vatertochterorientierte Ratgeberliteratur? Fehlanzeige. Klar, es gibt Papiermüll wie "Alles, was ein Mann wissen muss". Sogar ein "Vater-Kapitel" befindet sich darin - Kinder gehören also irgendwie zum Mannsein dazu? Genau genommen heißt der Abschnitt aber "Vater-Sohn". Na, danke auch. Ich muss aber gar nicht wissen, wie ich einen Papierflieger falte, sondern wie ich in Würde wenigstens drei Hula-Hoop-Schwünge hinbekomme.

Freitag, 8. Juli 2011

Bundesregierung: Getränkerechnung soll künftig auf einen einzigen Bierdeckel passen

Noch Rechnungschaos, aber bald wird es einfacher
Die Bundes-
tagsfraktion der CDU/CSU-Fraktion will die Pläne von Paul Kirchhof zur Verein-
fachung des Wirtschafts-
systems umsetzen. In Kneipen soll es auf Getränke künftig nur noch Einheitspreise geben. Und die Getränkeabrechnungen der Bürger werden so eingedampft, dass sie auf einen Bierdeckel passen. "Dafür müssen allerdings beim Ausschank Ausnahmetatbestände ("Stammgäste dürfen anschreiben") gestrichen werden", erklärt Finanzminister Schäuble. 

Der Bundesverband der Anonymen Alkoholiker (AA) begrüßt die Initiative. "So gegen 23 Uhr habe ich oft schon so viele Striche auf mehreren Deckeln, dass die Bedienung und ich den Überblick verlieren", so die AA-Bundesvorsitzende Klara Korn. Auch die FDP hat Zustimmung signalisiert. Wirtschaftsminister Brüderle will sich dafür einsetzen, dass auch Weinrechnungen übersichtlicher werden. Für Bars und Ausschänke in Hotels wird es nach Wünschen der FDP eine Extraregelung geben. Dort müssen gar keine Rechnungen mehr geschrieben werden. Vom Gast dürfen die Hoteliers unabhängig von der konsumierten Alkoholmenge pauschal 100 Euro verlangen.  

Samstag, 2. Juli 2011

Think global, geschlechtsact local

Wie lang noch? Tod durch Dildo
Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, sich für sicheres Sexspielzeug einzusetzen.
"Dildos", "Vibratoren" und "Analplugs" bestünden oft zu einem Großteil aus gesundheitsgefährdenden Weichmachern, bemängelt Volker Beck, menschenrechtspolitischer Sprecher der Grünen. Herstellung und Import von Sex Toys mit Weichmachern sollten verboten werden.

Mag Bio-Sex, Bärbel Stöhn
Zur Luststeigerung sei Spielzeug aus regionalem Anbau wie zum Beispiel die deutsche Bio-Salat-Gurke oder ein gut gewachsener Bier-Rettich genauso gut geeignet. 
"Radieschen als Liebeskugeln, das klappt", berichtet Grünen-Politikerin Bärbel Höhn aus ihrem Sexleben.
Wer beim Bio-Sexspielzeug auf den Vibrationseffekt partout nicht verzichten will, spielt einfach während einer lauschigen Traktorfahrt übers Land an sich rum.

Ab jetzt: Sexfahrräder nur noch mit Ständer
Die Bundesregierung plant derzeit jedoch kein gesetzliches Verbot von Weichmachern in Erotikartikeln. Warnhinweise auf Dildos und Sonstigem seien "nicht zweckdienlich". Verbrauchern empfiehlt die Regierung, nur die von der Stiftung Warentest mit der Note "befriedigend" bewerteten Dildos und Vibratoren zu kaufen.   

Foto Dildo: Eva Kröcher, Wikipedia, GNU-Lizenz
Foto Höhn: Hans Weingartz, Wikipedia, CC2.0
Foto Sexfahrrad: Davis Schrapel / pixelio.de