Dienstag, 30. August 2011

Brennende Autos: Berlin stellt Besitz von Grillanzündern unter Strafe

Die Berliner Stadt-Grillja zündet
munter Autos an.
Seit heute ist der Besitz von Grillanzündern in Berlin unter Strafe gestellt. Bislang bekam die Berliner Polizei das Problem der brennenden Autos nicht in den Griff. Sie erwischte die Täter nicht auf frischer Tat. Und gegen Nachtspazierer mit Grillanzündern in der Tasche konnten die Polizisten nichts unternehmen, da dies bisher nicht strafbar war. Damit ist nun Schluss. Durch die Gesetzesänderung kann allein der Besitz von Grillanzünder mit bis zu einem Jahr Gefängnis geahndet werden. Die Brandstiftung Warentest hatte zuvor herausgefunden, dass bereits ein Grillanzünder ausreicht, um einen Pkw abzufackeln.

Ausnahmen für Kleingärtner 
Ein halber Grillanzünder gilt jedoch als Eigenbedarf und wird noch nicht polizeilich verfolgt. Für die Berliner Schrebergärtner gelten Ausnahmeregelungen.
Eine "nicht geringe Menge" Anzünder.
In unmittelbarer Nähe zu den Gartenkolonien wird es Coffee Shops geben. Dort können sich die Kleingärtner strafrei mit größeren Mengen Anzündern für ihre Gartenlaube eindecken. 
Der Konsum von Grillanzündern bleibt in jedem Fall straffrei.

Foto Auto: Bredehorn Jens / pixelio.de

Weitere Meldungen: Brandstiftung hat System.

Kommentare:

  1. Grade im Radio zum Thema:

    "Wurden ein Mann und eine Frau festgenommen. Sie sollen im Bezirk Brennts-Lauer-Berg Autos angezündet haben."

    Die haben mutmaßlich zu lange gelauert, obs brennt.

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  2. Dass der Konsum straffrei bleiben soll, wird sicher bald Auswirkungen haben! Dann lehnt ein benebelter Laubenpieper lässig am Mittelklassewagen von so einem ungewaschenen Lehrer, welcher am anderen Ende bereits heftig brennt, und schwört: "I did not inhale!"

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  3. "...welcher am anderen Ende bereits heftig brennt...":
    Der Mittelklassewagen, nicht der Lehrer.

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